Vorstellungsgottesdienst der Firmlinge
Unter dem Motto „Time to Grow – Wachsen lassen“ machten sich die Jugendlichen gemeinsam mit der Pfarrgemeinde auf den Weg, ihrem Glauben weiter Raum zu geben und zu wachsen – im Vertrauen, im Miteinander und in der Beziehung zu Gott.
In seiner Predigt sorgte der Pfarrer gleich zu Beginn für Staunen und Nachdenken: Er sagte, er höre nur, was er hören wolle – und setzte sich Kopfhörer auf. Dann meinte er, er nehme nur mit, was er wolle, und holte einen Rucksack hervor. Schließlich erklärte er, er tue nur, was ihm gefalle, und begann, auf seinem Handy zu tippen. Zum Erstaunen aller verließ er dann sogar die Kirche. Für einen Moment stand die Gemeinde sprachlos da – eine Eucharistiefeier ohne Pfarrer!
Doch kurz darauf kehrte er zurück und erklärte sein symbolisches Handeln: So könne man zwar leben, doch am Ende sei es kein schönes Leben, wenn man nur sich selbst sieht. Jeder Mensch brauche Orientierung und Gemeinschaft. Im Bezug auf das Tagesevangelium sagte er uns, dass auch wir auf den Berg der Verklärung eingeladen sind.
Zur Vertiefung bat der Pfarrer immer wieder Firmlinge nach vorne, um Symbole zu zeigen:
- Einen Kompass, der die richtige Richtung weist – wie die Firmung, die Orientierung im Glauben schenkt.
- Einen Flip-Flop, als Bild dafür, dass man für einen Bergweg gute Vorbereitung braucht – so wie für den Weg des Glaubens.
- Und ein Gemälde von Carlo Acutis, den der Pfarrer als einen seiner besten Freunde bezeichnete. Carlo sei ein Vorbild dafür, wie junge Menschen heute ihren Glauben mit Freude leben können. Zudem erinnerte der Pfarrer daran, dass man sich immer wieder „himmlische Hilfe“ holen dürfe.
Während der Predigt stellten sich die Firmlinge einzeln mit Namen der Gemeinde vor und zeigten damit, dass sie bereit sind, ihren Glaubensweg bewusst zu gehen.
Er sprach auch offen an, wie schade es sei, dass vielerorts nur wenige Kinder und Jugendliche die Kirche besuchen. Zugleich zeigte er sich hoffnungsvoll: In Frankreich wachse das Interesse junger Menschen am Glauben, und auch sein Neffe in Polen – 20 Jahre alt und eigentlich kein großer Kirchgänger – habe ihm kürzlich eine App gezeigt, die ihm täglich ein Bibelzitat aufs Handy sendet. Das, so der Pfarrer, sei ein schönes Zeichen für das Wirken Gottes im Alltag.
Nach der Messe verteilten die Firmlinge ihre Steckbriefe und Teelichthalter an die Gottesdienstbesucher, damit die Gemeinde sie in den kommenden Wochen im Gebet begleiten kann.
Ein herzliches `Vergelt`s Gott` all unseren ehrenamtlichen Helfern, Firmpat:innen und Eltern, die uns fleißig bei Firmvorbereitung unterstützen. Und natürlich auch ein riesiges Danke an all unsere Firmlinge, welche in ihrer Vorbereitung viele soziale Projekte organisiert, geplant und durchgeführt haben.