27. 9. 2021 Mitwirkung am Suizid

Erfahrungen aus der Schweiz und den Niederlanden - Fachimpulse und Diskussion

Durch die Entscheidung des VfGH vom 11. Dezember 2020 ist die Assistenz an einer Selbsttötung auch in Österreich straffrei geworden. Entsprechende Gesetze dazu werden derzeit vom Justizministerium ausgearbeitet und sollen ab 1.1.022 in Kraft treten. Dabei erheben sich gravierende Fragen: Wie detailliert sollen gesetzliche Regelungen zur Suizidhilfe ausformuliert werden? Wie und durch wen kann ein freier Willensentschluss des Suizidwilligen festgestellt werden? Welche Sicherungselemente zur Verhinderung von Missbrauch sind möglich? Die Fachimpulse geben einen Einblick in die Praxis der unterschiedlichen Regelungen und Entwicklungen in den Niederlanden und in der Schweiz. Die langjährigen Erfahrungen und die unterschiedlichen Zugänge dieser beiden Staaten erweitern den Blick für die Ausgestaltung einer Regelung in Österreich.

Es diskutieren: 

  • Ruth BAUMANN-HÖLZLE, Gesundheitsethikerin, Mitbegründerin und Leiterin des „Interdisziplinären Instituts für Ethik im Gesundheitswesen“ der Stiftung Dialog Ethik, Zürich
  • Theo BOER, Gesundheitsethiker, Groningen, Niederlande; er war über mehr als neun Jahre Mitglied einer niederländischen Prüfungskommission, die über die Rechtmäßigkeit von Sterbehilfe befand

Moderation: Werner MÜHLBÖCK, Geschäftsführer der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft und Mitglied im Vorstand des Dachverbandes Hospiz Österreich

 

Video und Präsentationen finden Sie hier

28. 4. 2021 Mitwirkung am Suizid…„oder ihm dazu Hilfe leistet“

Diese fünf Worte in Paragraph 78 des Strafgesetzbuches,

der die Beihilfe zum Suizid bisher unter Strafe stellt, hat der österreichische Verfassungsgerichtshof in seinem Erkenntnis im Dezember 2020 als verfassungswidrig eingestuft. Nun gilt es, die gesetzlichen Rahmenbedingungen anzupassen, die diesem Erkenntnis im Spannungsfeld zwischen Selbstbestimmung und Schutz des Lebens entsprechen. Darüber hinaus ist auch zu verhandeln, was dies für das ärztliche Selbstverständnis und die Beziehung von jenen, die helfen und jenen, die Hilfe brauchen, bedeutet. 

Denn: Wann ist eine Selbsttötung selbstbestimmt und wann nicht? Was kann der Gesetzgeber tun, damit sich der assistierte Suizid nicht zu einer normalen Form der Lebensbegrenzung entwickelt? Gibt es Situationen, in denen die Beihilfe zum Suizid medizinisch angezeigt ist? Müsste das ärztliche Berufsrecht geändert werden? Und da es sich um Grenzsituationen handelt: Wie lassen sich die Grenzen, um die es da geht, bestimmen? 

In der ONLINE Veranstaltung haben der Strafrechtsexperte Alois Birklbauer und die Intensivmedizinerin Barbara Friesenecker ihre Überlegungen zur Thematik entfaltet und, moderiert von Gabriele Werner-Felmayer, miteinander und mit den Teilnehmer*innen der Veranstaltung diskutiert.

 

  • Alois BIRKLBAUER, Institut für Strafrechtswissenschaften, Abteilung für Praxis der Strafrechtswissenschaften und Medizinstrafrecht, Universität Linz, Mitglied der Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt
  •  Barbara FRIESENECKER, Universitätsklinik für Anästhesie und Intensivmedizin, Innsbruck, Vorsitzende ARGE Ethik der ÖGARI
  • Moderation: Gabriele WERNER-FELMAYER, Institut für Biologische Chemie, Biozentrum und Bioethik Netzwerk ethucation, Medizinische Universität Innsbruck, Mitglied der Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt

In der Downloadbox finden Sie die Präsentationen von Alois Birklbauer und Barbara Friesenecker. 

Die Aufzeichnung der Veranstaltung steht demnächst zum Nachschauen zur Verfügung: https://www.uibk.ac.at/wuv/programm/sose-2021/mitwirkung-am-suizid.html 

Foto (c) Verena Staggl

22. 09. 2021 Bündnisse als dritter Weg

Selbstorganisierte Bündnisse spielen weiterhin eine immer größere Rolle in unserer gelebten Demokratie und bringen neue Dynamiken und Herausforderungen mit sich. Auch wenn die ‚Straßentauglichkeit‘ von Bewegungen wie etwa Fridays for Future in Zeiten der Pandemie eine untergeordnete Rolle spielte, kann ‚Politik von unten‘ möglicherweise mit einer neuen Verzahnung von Netz und Straße aufwarten, die während der Coronaphase angelegt wurde. Wo tun sich neue demokratiepolitische Gefahren und Fragen auf? Wo entstehen zivilgesellschaftliche Empowerment-Effekte? Wie gehen wir in der Bündnisarbeit und der politischen Bildung damit um? Wie lenken wir zukünftig den Fokus auf Forderungen und Themen, für die wir einstehen wollen? Wie bleiben wir im produktiven zivilgesellschaftlichen Dialog? Wie wird selbstorganisiertes Engagement in Zukunft aussehen und was hat sich schon jetzt etwa durch die verstärkte Nutzung des virtuellen Raums geändert?
Die digitale Veranstaltung griff aktuelle Entwicklungen auf und beschäftigte sich mit ihren Chancen und Herausforderungen. Nach einem Überblick ging es um ganz konkrete Methoden und Beispiele der Bündnisarbeit und politischen Bildung, die analog, vernetzt und virtuell Reichweite entwickeln. 

ReferentInnen: 

  • Moritz Sommer, M.A., politischer Soziologe am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationforschung, Vorstandsmitglied des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung e.V. und Co-Herausgeber des Forschungsjournals Soziale Bewegungen (FJSB)
  • Christa Bauer MAS, Geschäftsführung Mauthausenkomitee
  • Carolin Bernhardt, basa e.V.
  • Jakob Quentin M.A. , PartQ – aufsuchende politische Bildung, minor Wissenschaft und Gesellschaft 

Leitung:
Mag.a Kathrin Heis, Plattform Asyl FÜR MENSCHENRECHTE
Bastian Oechsle, BA, MA, Management Center Innsbruck, Studiengang Soziale Arbeit
Mag.a Magdalena Modler-El Abdaoui, Haus der Begegnung 

in der Downloadbox finden Sie Unterlagen zur Nachlese

VIDEO 29.4. 2021 Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft. Herausforderungen für Schule und Bildungsarbeit

Im Rahmen der Reihe (Neuer) Antisemitismus

Im Vortrag werden aktuelle Erscheinungsformen von Antisemitismus – gerade auch im Kontext von Migration – analysiert und pädagogische Umgangsstrategien diskutiert.

ReferentInnen: Dr. Meron MENDEL, promovierter Erziehungswissenschaftler, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank / Zentrum für politische Bildung und Beratung, Hessen (D)
Mag.a Saba-Nur CHEEMA, studierte Politikwissenschaftlerin und Volkswirtschaftlerin, pädagogische Leiterin der Bildungsstätte Anne Frank / Zentrum für politische Bildung und Beratung, Hessen (D) 

Der Vortrag wurde aufgezeichnet und steht hier als Video zur Verfügung.

 

Die Power Point Präsentation finden Sie in der Downloadbox

  

 

 

Power Point Präsentation

Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft. Herausforderungen für Schule und Bildungsarbeit. Mag.a Saba-Nur CHEEMA und Dr. Meron MENDEL

8.3.2021 Gastkommentar von Bernhard Teißl-Mederer zum internationalen Frauentag

"Von tragenden Wänden, die ausschließen und Gast-Häusern, die Hoffnung machen

Überlegungen zu Rahmenbedingungen geschlechtergerechter Seelsorgeräume."

Bernhard Teißl-Mederer ist Dekanatsassistent der Diözese Innsbruck mit den Schwer-punkten Pastoral mit Schutzsuchenden und interreligiöser Dialog, Krankenhausseelsorger im Reha-Zentrum-Münster und seit 1. März 2021 Leiter der „Arbeitsstelle Gemeindeentwicklung“ der ARGE der österreichischen Pastoral- und Seelsorgeämter im Bildungshaus St. Virgil / Salzburg.

Den Text finden Sie in der Downloadbox.

(c) Helmuth Mühlbacher

Zum Nachkochen - „OMA´s steirische Strauben“

ein Rezept von Küchenchef Karl-Heinz Fürnschuß

Zutaten: 

500g Mehl glatt
½ TL Salz
¾ Würfel Germ frisch
1/4l lauwarme Milch
2 Dotter
50g Zucker
1 EL Rum
Staubzucker
Öl zum Backen 

  • Zuerst machen wir ein „Dampfl“. Germ in etwas lauwarmer Milch auflösen, etwas Zucker dazu und verquirlen.
  • in einer Schüssel das Mehl mit Salz mischen. Das Dampfl in einer Mehlmulde in der Mitte der Schüssel geben. Ein Hangerl drüber und gehen lassen.
  • Die Butter wärmen, restliche Milch und den restlichen Zucker, Dotter und Rum dazumischen und zum Dampfl geben.
  • Einen geschmeidigen Teig kneten, wieder mit dem Hangerl zudecken und warm stellen – insgesamt 3x gehen lassen: kneten-gehen lassen,…
  • Fingerdick ausrollen, in rechteckige Stücke schneiden und 2 parallele Schlitze einschneiden.
  • In 160°C heißem Öl mit der Oberseite zuerst goldbraun ausbacken. Jede Seite ca. 2min. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Mit Staubzucker bestauben und anrichten.

Gutes Gelingen wünscht Karl-Heinz Fürnschuß

Teig kneten

Karl-Heinz Fürnschuß

3.12.2020 DIESMAL ANDERS Ankommen – Innehalten – Innenschauen

Leider können wir uns aus gegebenem Anlass nicht vor Ort und persönlich treffen. Statt dessen gibt es hier nun einen gedanklichen Begegnungsort, an dem sich jeder und jede einfinden kann Durch Betrachtung, Stille und mit Texten aus dem Islam und dem Christentum zur inneren Ruhe kommen. Gebet mit Hülya EKINCI, muslimische Religionspädagogin; Gerlinde BUSSE, Evangelische Kirche und Matthias B. LAUER, Altkatholische Kirche

Lassen Sie sich einladen zu unserer kleinen Feier mit Texten, die von den Partnern aus der ökumenischen Zusammenarbeit (Gerlinde Busse, Matthias B. Lauer, Magdalena Modler-El Abdaoui) für Sie ausgesucht wurden und den Beiträgen unserer diesjährigen interreligiösen Mitgestalterin aus dem islamischen Glauben (Hülya Ekinci).

Schaffen Sie sich eine besinnliche Atmosphäre und legen Sie eine musikalische Begleitung bereit, die Sie zwischen den Texten einspielen können, Vorschlag von unserem interreligiösen Gast zum anklicken: 

https://www.youtube.com/watch?v=lrELtcAR07M 

 

+alle Texte und Links  als PDF in der Download Box im Anschluss+ 

  

Zum Nachhören: Rita Perintfalvi: "Kampf um Geschlechtergerechtigkeit ist Kampf um den Fortbestand der Demokratie in Europa"

Der Vortrag von Frau Dr. Rita Perintfalvi fand am 11. November 2020 statt

Kurzbeschreibung:
"Da eine illiberale identitäre Demokratie keinen Platz für das „Andere“ bietet, mobilisiert sie einen Identitätskampf gegen Vielfalt und Pluralität. In (ultra)konservativen kirchlichen Kreisen wollen die Menschen genau wie die Neuen Rechten ein durch die Modernisierungsprozesse überholtes Gesellschaftsbild konservieren. Nach ihrer Empfindung bedrohen gewandelte geschlechtliche Rollenbilder die Männlichkeit, der Gender-Diskurs die Geschlechterverhältnisse etc. Infolge ihrer Identitätskämpfe bilden religiöser Fundamentalismus und rechter Populismus gefährliche Allianzen miteinander, deren Folge z. B. die sog. Antigender-Debatte ist. Dabei geht es nicht bloß um einen klassischen konservativen Backlash gegen Gender Equality und LGBTQ Equality, sondern um viel mehr: „gender is a symbolic glue“ (Pető/Kováts). Diese Prozesse bedrohen den nach dem Zweiten Weltkrieg auf Grundlage der Menschenrechte entstandenen politischen Konsens und die Demokratie. Ein trauriger Meilenstein ist in Ungarn 2018 die Auflösung des Studienfaches Gender Studies an der Universität ELTE (Eötvös-Loránd-Universität Budapest) und das Verbot der Einführung eines solchen Studienganges an einer staatlichen Universität auch in der Zukunft. Mit der Begründung, dass das Gender-Konzept mit den christlichen Werten nicht zu vereinbaren sei. So wird die Politik sakralisiert und die Religion entsakralisiert (Gábor). Wenn die rechtspopulistische Ideologie das Christentum instrumentalisiert, dann kann die sog. „christliche Demokratie” (Orbán) für den Fortbestand der EU die größte Gefahr bedeuten." 

Hier die Links zum Nachhören: 

CBA: https://cba.fro.at/series/angriffe_auf_die_demokratie oder in der Radiothek des Verbands Freier Rundfunk Österreich: https://www.freie-radios.online/sendereihe/angriffe_auf_die_demokratie (hier kann man die Vortragsreihe auch abonnieren).

Echos der Vielfalt - Sehen und Hören

Am 29. Oktober waren die "Echos der Vielfalt" zu Gast im Haus der Begegnung

"...das war unser Konzert (...)

Nochmals Glück gehabt, denn ein paar Tage danach war schon Lockdown.
Für alle, die nicht dabei waren, und die wenigen Glücklichen, die dabei sein durften, gibt's hier den Film - von Emir Handžo und Marco F. Trenkwalder mit drei Kameras gedreht und sehr schön zugeschnitten - zum Anschauen und Nachhören." (Thomas Nußbaumer) 

Mitwirkende 

  • Cihan Dökmez & Nuran Yildirim-Bauschke - Anatolische Liebeslieder
  • Me Daza Teresa Pramhaas (Geige, Gesang), Paraic Sweeney (Gitarre, Gesang) - Fiddle Tunes & Irish Songs
  • Radio Diwanistan Julia Rhomberg (Vocals), Hassan Ibrahim Berzencî (Tembûr, Oud, Vocals, Daf), Elie Shacra (Perkussion), Vincent Meller (Gitarre, E-Bass), Gösta Müller (Bass) - West-östliche Begegnungen
  • Orient-Okzident-Express Hozan Temburwan (Gesang, Saz), Yoshi Hampl (Percussion, Electronics), Dejan Krilić (Akkordeon), Emir Handžo (Percussion), Simon Schmollgruber (Bass) - Die Legende lebt!

 

Veranstaltet von:
Haus der Begegnung Innsbruck Magdalena Modler-El Abdaoui
Initiative Minderheiten Tirol Michael Haupt 

Universität Mozarteum Salzburg & Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung (ivk) Thomas Nußbaumer
  

Kamera und Film: Emir Handžo & Marko F. Trenkwalder

 

>>>hier geht's zum Film 

 

Copyright © 2020 Universität Mozarteum Salzburg / Fachbereich Musikalische Ethnologie.
Für den Inhalt verantwortlich: Ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Nußbaumer
 
 
Universität Mozarteum Salzburg / Fachbereich Musikalische Ethnologie
Universitätsstraße 1, Haus der Musik
A-6020 Innsbruck 

Fotos und Collage: Christian Niederwolfsgruber

Zum Nachhören: Kunstsymposium Wildwuchs

WIR ERNTEN, WAS WIR SÄEN (SEHEN)!

Vom 26. bis 28. Juni 2020 gastierte das Kunstsymposium mit einem spannenden Programm im Haus der Begegnung

Hören Sie hier, was Radio Freirad aufgezeichnet hat

 

 

Den Folder zur Veranstaltung finden Sie in der Download Box

 

 

Fragments - Werner Richter

religiöse DiverCITY - multireligiöse Stadtlandschaft Innsbrucks

Präsentation und virtuelle Stadtspaziergänge

Die Veranstaltung am 29. Jänner 2020 in der Stadtbibliothek präsentierte religionsbezogene Spaziergänge, die Studierende im Rahmen eines Seminares erarbeitet haben – virtuelle Routen mit Unbekanntem und oft Überraschendem, die Innsbrucks religiöse Diversität als Facette einer durch Vielfalt geprägten Stadt auf neue Weise greifbar und sichtbar machen.

Lernen Sie Ihre Stadt neu kennen und lassen Sie sich zu eigenen Spaziergängen inspirieren! 

hier der Link

 

Foto: (c) Wolfgang Kunz

da.bei.sein

Am 27. März 2019 fand eine Veranstaltung zum Thema "Einbindung von Ehrenamtlichen mit Fluchthintergrund" statt. Programmschwerpunkte waren:

  • grundlegende Information zur Einbindung von Ehrenamtlichen mit Fluchthintergrund
  • Podium zu Erfahrungen ausgewählter Träger
  • Strategien und Tipps für die Praxis

Im Download finden Sie eine PDF Datei mit den wichtigsten Punkten.