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Einsam in der Vielfalt

Über Einsamkeit und Räume der Begegnung

Immer mehr Menschen fühlen sich einsam – und sind damit nicht allein. Inzwischen ist jede sechste Person weltweit von Einsamkeit betroffen, in Österreich gaben bei einer Umfrage 28% der Befragten an, sich gelegentlich einsam zu fühlen. Einsamkeit hat viele Gesichter: fehlende Bezugsgruppen, das Ausbleiben persönlicher Begegnungen oder fehlende Zugehörigkeit zu größeren Gemeinschaften. Einsamkeit ist mehr als ein privates Schicksal, es betrifft die gesamte Gesellschaft. Sie wirkt sich auf den sozialen Zusammenhalt aus, auf das Gesundheitswesen, die Wirtschaft – aber auch auf das demokratische Miteinander und das Gemeinwesen.

Jugendliche und Personen jenseits des Pensionsalters sind von Einsamkeit besonders betroffen. Eine Migrationsbiografie erhöht außerdem das Risiko für Einsamkeit. Faktoren wie sprachliche Hürden, kulturelle Missverständnisse, Diskriminierungserfahrungen oder eingeschränkte lokale Netzwerke spielen hier ebenso eine große Rolle, wie fehlende familiäre Netze, die meist über digitale Kontakte gelebt werden müssen.

Wo Herkunft zum Risikofaktor für Einsamkeit wird, reicht es nicht, das Phänomen auf individueller Ebene zu betrachten. Wie gelingt es, über Unterschiede hinweg, soziale Einbettung zu ermöglichen? Welche Anknüpfungspunkte finden wir, wenn unsere Lebensrealitäten immer mehr auseinanderdriften? Und was macht es mit unserer Demokratie, wenn wir kaum noch Gelegenheiten zu echtem Austausch haben?

Die 16. Integrationsenquete beleuchtet Ursachen und Auswirkungen von Einsamkeit im Kontext von Migration als soziales und gesellschaftliches Phänomen. Doch wir wollen nicht nur analysieren, sondern gemeinsam weiterdenken: Was schafft Abhilfe und wie gelingt ein Miteinander, das über Merkmale wie Herkunft oder Alter hinaus Zusammenhalt schafft? Aufgezeigt werden zivilgesellschaftliche Ansätze und Projekte sowie wissenschaftliche Perspektiven. Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit, wie wir als Gesellschaft wieder mehr in Kontakt treten können.

Referent:innen: 

  • Judith Kohlenberger ist Kulturwissenschaftlerin und Migrationsforscherin und leitet das Forschungsinstitut für Migrations- und Fluchtforschung und -management (FORM) an der Wirtschaftsuniversität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Fluchtmigration und Humankapital (vor allem Bildung und Gesundheit), Integration und Zugehörigkeit, Frauen und Flucht sowie kulturelle Krisennarrative.
  • Karin Gutierrez-Lobos ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie, Psychotherapeutin, ehem. Oberärztin an der Uni Klinik für Psychiatrie Wien, Vizerektorin der MedUni Wien 2007-2015, ehem. Ärztliche Direktorin der Klinik Landstraße, von 2004-2023 Moderatorin der Ö1 Wissenschaftssendung „Radiodoktor“, 2021 Mitinitiatorin der Plattform gegen Einsamkeit, Leiterin einer Kommission zur präventiven Menschenrechtskontrolle der Volksanwaltschaft.

und weitere

Moderatorin: Christina Hollomey-Gasser

 

++Hinweise++ 

ab 08:30 Uhr Willkommenskaffee

Teilnahmebestätigung:  Bitte geben Sie in der Anmeldemaske im Feld „Sonstiges“ „Teilnahmebescheinigung“ ein, wenn Sie diese wünschen

alle Infos zur Barrierefreiheit am Veranstaltungsort finden Sie hier

 

Datum:
Mittwoch, 21. Oktober 2026 , 10:00-17:00 Uhr

Ort:
Landhaus, Eduard-Wallnöfer-Platz 3, Innsbruck. Die Veranstaltung erfüllt die Kriterien von „GREEN EVENT TIROL“. Bitte um Anreise mit dem Rad oder Öffis.

Kontakt:
Dr. Martina Loth

Anmeldung bis:
Mittwoch, 14.Oktober 2026

Veranstalter:
Haus der Begegnung Bildungshaus der Diözese Innsbruck gemeinsam mit Land Tirol, Abteilung Gesellschaft & Arbeit, Stadt Innsbruck MA III – Stadtplanung, Mobilität und Integration; Tiroler Integrationsforum (TIF)

Anmelde-E-Mail:
hdb.kurse@dibk.at

Einsam in der Vielfalt

Anmeldung

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