Bröckelnder Pfeiler im Nahen Osten: Iran zwischen militärischer Spannung, Protestwelle und internationaler Verantwortung
Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sind gescheitert und die militärischen Angriffe Israels und der USA haben zur Eskalation der Konflikte beigetragen. Wie kann angesichts tausender unschuldiger Opfer und sogenannter „Kollateralschäden“ überhaupt noch von einer Hilfe für die Zivilbevölkerung gesprochen und auf einen „Regimewechsel“ gehofft werden, wie z.B. von amerikanischer Seite oft behauptet wird?
Bereits seit der sogenannten Islamischen Revolution begleiten uns die Stimmen von Menschenrechtsaktivist:innen und Exil-Iraner:innen, die mehr Solidarität und Unterstützung für die iranische Bevölkerung fordern. Nach der blutigen Niederschlagung der Proteste durch die Revolutionsgarden im Jänner 2026 sind diese Diskurse aktueller denn je. Doch wie kann Hilfe konkret aussehen? Welche Rolle kommt der EU und Österreich zu und welchen Herausforderungen sehen sich Hilfsnetzwerke gegenüber, wenn von Menschenrechtsverletzungen traumatisierte Menschen zu uns flüchten?
Referent:innen:
- Dr. Gudrun Harrer ist leitende Redakteurin der Tageszeitung „Der Standard“. Sie hat Islamwissenschaften und Arabistik studiert und in Politikwissenschaften promoviert und unterrichtet Moderne Geschichte und Politik des Nahen Ostens an der Universität Wien und an der Diplomatischen Akademie Wien. Während des EU-Vorsitzes Österreichs 2006 war sie Sondergesandte und Geschäftsträgerin der Österreichischen Botschaft in Bagdad. 2014 erhielt sie den „Bruno Kreisky Preis für das politische Buch“ für ihr publizistisches Gesamtwerk.
- N.N.
Moderation: Dr. Martina Loth, Fachreferentin im Haus der Begegnung
Datum:
Mittwoch, 24. Juni 2026
, 19:00-20:30 Uhr
Ort:
Haus der Begegnung, Rennweg 12, 6020 Innsbruck
Kontakt:
Dr. Martina Loth
Beitrag:
Eintritt frei
Veranstalter:
Haus der Begegnung Bildungshaus der Diözese Innsbruck
Mitveranstalter:
Gemeinsam mit Tiroler Bildungsinstitut Grillhof – Land Tirol.