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Differenz und Bildung

Zukunft von Interkulturalität, Transkulturalität und Diversität

Differenzen haben im Kontext der Migration stets eine wesentliche Rolle gespielt, wie die Genealogie des Begriffs „Interkulturalität“ verdeutlicht. So hat das Konzept der Interkulturalität eine beeindruckende Karriere gemacht und insgesamt zum Verständnis von Migration und kultureller Vielfalt beigetragen. Zunächst war die Einführung der interkulturellen Bildung mit dem Ziel verbunden, einer defizitorientierten Sichtweise auf Kinder und Jugendliche, deren Eltern eingewandert waren, nachhaltig entgegenzuwirken. So wurde die Idee geboren, den Dialog zwischen den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und eine Art pädagogische Kulturvermittlung im deutschsprachigen Raum zu etablieren. Interkulturelle Bildung, so der Grundgedanke, richtet sich an alle und ist ein offenes und dynamisches Konzept, ähnlich wie die diversitätsbewusste Bildung, welche in den letzten Jahren als pädagogisches Konzept an Bedeutung gewinnt. Die institutionelle Praxis zeigt jedoch, dass die interkulturelle Bildung ihren Zielen nur punktuell gerecht werden kann, weil ihre erkenntnistheoretische Grundlage oft noch die Differenz zwischen „Einheimischen“ und „Nichteinheimischen“ zu sein scheint. Zunehmend werden daher alternative Schlüsselbegriffe wie „diversitätsbewusste“ Bildung und „transkulturelle“ Perspektiven verwendet. In diesem Zusammenhang wird im akademischen Fachdiskurs bereits seit einigen Jahren die Forderung nach einem Abschied von der interkulturellen Pädagogik erhoben und zugleich deren Rettung diskutiert. Angesichts dieser Entwicklungen stellt die 8. NIC-Konferenz (Netzwerk für interkulturelle Bildung in Österreich/Networking Inter Cultures – NIC 2022) die Frage nach der (gemeinsamen) Zukunft der Konzepte Interkulturalität, Transkulturalität und Diversität zur Diskussion.

ReferentInnen: Georg Auernheimer, Julika Baumann Montecinos, Tobias Grünfelder, Hans Karl Peterlini, Erol Yildiz
Leitung: NIC-Team 2022, Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck 

Termin: 

  • Donnerstag, 6. Oktober 2022, 15:00 – 18:30 Uhr, anschließend Abendessen
  • Freitag, 7. Oktober 2022, 09:30 – 13:30 Uhr

Beitrag: EUR 30,- (Barzahlung vor Ort); für Studierende ist der Eintritt frei
Anmeldung: erforderlich unter https://www.uibk.ac.at/migration-globalization/index.html.de 
Detailprospekt: erhältlich 

Datum:
Von Donnerstag, 06. Oktober 2022, 15:00 Uhr
bis Freitag, 07. Oktober 2022, 13:30 Uhr

Ort:
Haus der Begegnung, Rennweg 12, 6020 Innsbruck

Kontakt:
Dr.phil. Magdalena Modler-El Abdaoui

Veranstalter:
Haus der Begegnung Bildungshaus der Diözese Innsbruck

Mitveranstalter:
Gemeinsam mit Universität Innsbruck: Fakultät für Bildungswissenschaften; Institut für Erziehungswissenschaft; Lehr- und Forschungsbereich Migration und Bildung; Forschungszentrum Migration und Globalisierung; Forschungsschwerpunkt Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte / Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung / IZ – Verein zur Förderung von Vielfalt, Dialog und Bildung

Zielgruppen / Voraussetzung:

Praxis, Studierende und Wissenschaft. Für alle, die sich mit Migration, Bildung und interkulturellen sowie diversitätsorientierten Fragestellungen beschäftigen