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#lost online?!

Herausforderung „digital natives“ – Medienkompetenzen für JugendarbeiterInnen

 Fortbildungsreihe 

Junge Menschen wachsen heute in einer Zeit der Fake-News, Hasspostings und virtueller Parallelrealitäten auf – das ist ihre Lebenswirklichkeit. Es geht immer wieder um Fragen wie diese: Was ist eine valide, seriöse Quelle? Wie kann der Inhalt einer Nachricht auf Wahrheit oder Fiktion überprüft werden? Die hohe Geschwindigkeit und rasante Verbreitung von Nachrichten und Informationen erschweren eine Vorab-Überprüfung und Reflexion des Informationsgehaltes im Nachhinein sehr. Ferner sind mit isoliert nutzbaren Medien wie Computer-Spielen auch die Möglichkeiten pädagogischer Unterstützung schwieriger geworden – jedenfalls die Angebote und Methoden, die noch analog funktionieren. Aber es geht auch anders, oder? Zur Beantwortung dieser Frage soll eine Workshopreihe für Multiplikator*innen aus der Jugendarbeit angeboten werden. Die Entwicklung von Medienkompetenz bei Jugendlichen unterstützen zu können, hängt fundamental davon ab, ob sich JugendarbeiterInnen selbst medienkompetent fühlen und so als ernsthaftes Gegenüber für Jugendliche auftreten können. Der reflektierte Medienkonsum, Wachsamkeit gegenüber unkontrolliert und damit unhinterfragt entstehenden, möglicherweise antidemokratisch gelagerten Haltungen, Ansätze der digitalen Jugendarbeit im Bereich Gaming u.a. und damit einem neuen Bedarf in der kritischen Demokratiebildung sollen daher Inhalte der Fortbildungsreihe sein.

Die Fortbildungsteile sind einzeln oder als gesamte Reihe buchbar. Wählen Sie im Anmeldeformular ganz unten Workhop 1, 2 oder 3 bzw. alle drei Workhops unter "Arbeitskreise". 

 

Workshop 1 Medien:Konsum:Verlauf 

 

Essentiell für eine kritische Auseinandersetzung mit der Vielfalt an Medienangeboten ist fundierte Medienbildung. Aus fehlende Medienbildung wiederum resultiert ein fataler Mangel an Medienkompetenz, der ein fruchtbarer Nährboden für FakeNews, Cyber Mobbing und Hasspostings ist. Um ein Verständnis dafür zu bekommen, wie sich Menschen heute informieren, muss man* sich den Konsumverlauf genauer ansehen und sich beispielsweise damit auseinandersetzen, dass gerade die social media-Kanäle sehr häufig als alternative Informationsquelle zu herkömmlichen Medien genutzt werden. Der Eröffnungsworkshop stellt deshalb das Thema „Wie informieren sich Jugendliche und wie können sie Lügen erkennen“ in den Mittelpunkt. Am Beginn des Workshops werden aktuelle Daten zum Medienverhalten von Jugendlichen präsentiert und welche Rolle dabei soziale und traditionelle Medien spielen. Dieses Wissen ist für eine zielführende Medienbildung entscheidend. Anschließend werden Wege aufgezeigt, wie man Desinformation und Manipulationen im Internet erkennen und diese Fähigkeiten an Jugendliche spielerisch und nachhaltig vermitteln kann.

 

Referent:               Thomas PRAGER, BA, Gründer und Leiter des Vereins Digitaler Kompass, Medientrainer, freier Journalist

Termin:                 Mittwoch, 20. März 2019, 9 – 12.30 Uhr

Anmeldung:          erforderlich bis Mittwoch, 13. März 2019 

 

 

Workshop 2  Radikalisierung, Extremismus, Fanatisierung 

 

Entwicklungswege vor allem im Bereich rechter und fanatisch-religiöser Meinungsbildung sind immer wieder stark medial beeinflusst. Dabei spielen vor allem soziale Medien, online-Spiele und -Plattformen, sowie die Digitalisierung der gesamten Lebens- und Arbeitswelt eine wichtige Rolle. Eine isolierte Meinungsbildung, explizite Opposition gegen eine demokratisch-plurale Gesellschaft und ein rasches Abgleiten in extreme Haltungen und Parallelrealitäten sind in einem solchen Kontext leicht möglich und erschweren eine pädagogische Begleitung oftmals. PädagogInnen fühlen sich zudem oft ohnmächtig einem scheinbaren Selbstläufer-Prozess ausgesetzt, dem argumentativ wenig entgegen gestellt werden kann und der sich ihrem Einfluss entzieht. Der Workshop soll eine Hinführung zu Extremismusprävention über digitale Jugendarbeit bieten, die durch konkrete Hilfestellungen und Methoden etwa online-streetwork-Projekte für die pädagogische Arbeit ergänzt wird. Wie bemerke ich die Gefahr eines Abgleitens? Was kann ich als JugendarbeiterIn tun? Welche Angebote können Jugendlichen, die online unterwegs sind, in ihrem digitalen Umfeld an die Hand gegeben werden? Wie kann ich zugewandt und als kritische Bezugsperson eine angemessene pädagogische Begleitung gewährleisten? Welche Möglichkeiten der partizipativen Projektentwicklung mit anderen Fachexpertisen und Jugendlichen selbst sind denkbar, um kritische Reflexion unter ihnen anzuregen und (wieder) ins Gespräch zu finden?

 

ReferentIn:            Fabian REICHER, BA, DSA, Beratungsstelle Extremismus, bOJA Wien

Termin:                 Mittwoch, 10. April 2019, 9 – 12.30 Uhr

Anmeldung:          erforderlich bis Mittwoch, 1. April 2019 

 

 

Workshop 3 Gaming als Schlüssel zur Demokratiebildung 

 

Die Gaming Szene ist ganz allgemein bei Kinder- und Jugendlichen von großer Bedeutung und stark wachsend. In der mediatisierten Lebenswelt von Jugendlichen fehlen aktuell aber oftmals noch gute Beratungsangebote. Dies hängt auch damit zusammen, dass Sozialarbeiter*innen und Pädagog*innen häufig nicht über eigenes Wissen oder Interesse an der Thematik verfügen oder selbst davor zurückschrecken. Zum Problem wird in der Folge, dass Jugendliche sich mit ihren Interessen nicht ernst genommen oder belächelt fühlen. Sobald Interesse (nicht unbedingt Expertenwissen) signalisiert wird, ist ein pädagogischer Zugang vielfach vereinfacht. Jugendliche werden so offen und teilen ihr Expertenwissen: So können Computerspiele ein Aufhänger für weiterführende Themen (Partizipation, Eigenverantwortung, Reflexion) oder auch spielerisch verhandelte moralische Entscheidungsfragen werden. In der gemeinsamen Game-Entwicklung lassen sich zusätzlich z.B. dringende gesellschaftliche Fragen / Demokratiefragen aufgreifen, jugendgerecht reflektieren und selbstbestimmt bearbeiten (Stichwort „serious games“). Entgegen der verbreiteten Meinung, „Gamer“ seien abgestumpft und mieden Sozialkontakte, lässt sich nicht selten feststellen, dass mit Gaming-Ansätzen viele Jugendliche aktuelle politische Fragen gut thematisieren können. Der Workshop soll den teilnehmenden JugendarbeiterInnen die Gaming-Welt zugänglicher machen und Wege aufzeigen, politische Bildung über das Medium „Game“ partizipativ mit Jugendlichen zu gestalten.

 

Referent:               Nikolaus STAUDACHER, BA, Gründer und Geschäftsführer „SPIELRAUM GmbH“

Termin:                 Mittwoch, 8. Mai 2019, 9 – 12.30 Uhr

Anmeldung:          erforderlich bis Mittwoch, 24. April 2019 

Ort:                      Spielraum GmbH, Leopoldstr. 31, Innsbruck

 

        

 

Datum:
Mittwoch, 08. Mai 2019, 09:00-12:30 Uhr

Ort:
Haus der Begegnung, Rennweg 12, 6020 Innsbruck

Kontakt:
Magdalena MODLER - EL ABDAOUI

Beitrag:
EUR 20,- pro Einzelbuchung. Bei Buchung aller drei Veranstaltungen insgesamt EUR 50,-

Veranstalter:
Haus der Begegnung Bildungshaus der Diözese Innsbruck

Mitveranstalter:
Gemeinsam mit Plattform Asyl FÜR MENSCHENRECHTE, MCI – Studiengang Soziale Arbeit, Beratungsstelle für Extremismus, bOJA bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbei, pojat – Plattform für offene Jugendarbeit Tirol, Infoeck Innsbruck, Katholische Jugend der Diözese Innsbruck, young caritas Tirol

Anmelde-E-Mail:
hdb.kurse@dibk.at

Zielgruppen / Voraussetzung:

MultiplikatorInnen aus der offenen Jugendarbeit und Sozialen Arbeit

Dokument:
oechsle_flyer_digital-natives_105x210_rz2.pdf (350,4 kB)

Gefördert von der Österreichischen Gesellschaft für politische Bildung


Anmeldung

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Hinweis: Dies ist keine Buchung, sondern eine Nächtigungsanfrage. Wir werden Sie bezüglich Ihrer Anfrage via Email kontaktieren.


Beitrag:
EUR 20,- pro Einzelbuchung. Bei Buchung aller drei Veranstaltungen insgesamt EUR 50,-