Es ist ein Fehler beim Senden des Formulars aufgetreten!

Zuviel Fett, zuviel Zucker, aber wenig Geld.

Ist zuviel Gewicht ein Hinweis auf Armut oder Wohlstand?

+ONLINE Veranstaltung+

 

Zuviel Fett, zuviel Zucker, aber wenig Geld - Lesen Sie sich ein wenig in unser Thema ein, und freuen Sie sich auf ein anregendes online-Gespräch am 25. November um 19 Uhr mit der Ernährungswissenschafterin Maria Lerchbaumer und der Geschäftsführerin von Bruder und Schwester in Not (Diözese Innsbruck) Magdalena Wiesmüller

 

Zum Gespräch bekommen Sie Zugang über denLink: https://us02web.zoom.us/j/85076148302 

 

Was schätzen Sie, wieviel Geld geben Sie pro Monat für Lebensmittel aus? Was ist Ihnen ein gutes Lebensmittel wert? Kaufen Sie gewisse Produkte, um sich „Premium“ zu fühlen?

Noch nie haben wir so wenig Geld für Lebensmittel ausgegeben wie jetzt. 1950 gaben wir die Hälfte des Haushaltseinkommens für Essen aus, heute sind es 12 %. Von Lebensmittelmarken und Rationierung sind wir in einer Welt gelandet, die Schweinsbauch für 3,99 € pro Kilo anbietet. Wer einmal ein Schwein aufwachsen gesehen hat und die damit verbundene Arbeit kennt, weiß, dass sich das nicht ausgehen kann.

Aber nicht nur beim Preis und bei den wahren Kosten von Lebensmittel ist eine Schieflage erkennbar. Soziale Ungleichheiten spiegeln sich auch am Teller wider. Menschen mit geringem Einkommen, geben anteilsmäßig sehr viel mehr für Ernährung aus als Menschen mit höheren Einkommen. Sie greifen gezwungenermaßen zu billigen Lebensmitteln mit zu viel Fett und zu viel Zucker, weil ihr Portemonnaie nicht mehr zulässt. Der Zusammenhang von Gesundheit und sozialen Ungleichheiten ist weitreichend belegt. Armutsgefährdete Menschen sind besonders häufig von Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen. Die Ursachen sind komplex und gehen weit über die Eigenverantwortung und individuelles Verhalten hinaus.  

Leistbares, gesundes und nachhaltiges Essen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Bemühungen aus den (Politik)Bereichen Gesundheit, Bildung und Soziales, aber auch Kultur, Ökonomie und Ökologie braucht. Essgewohnheiten sind nichts, was man von heute auf morgen ändert, sie sind über Jahre und Jahrzehnte entstanden und geprägt von Faktoren, die wir nur bedingt ändern können. Wie können wir gute Verhältnisse schaffen, die ein gesundes Essverhalten für alle – unabhängig vom Zugang zu Bildung und Ressourcen – ermöglichen?

Ein konkretes Projekt von Bruder und Schwester in Not (Diözese Innsbruck), das gesunde Ernährung und Bildung fördert: 

GÄRTEN der Hoffnung in El Salvador 

El Cafetalito, ein Außenviertel der Hauptstadt von El Salvador. Viele Menschen ziehen von den ländlichen Gegenden hierher, auf der Suche nach einer besseren Zukunft. Armut, Gewalt, Fehl- und Mangelernährung prägen den Alltag der Familien.

Bruder und Schwester in Not- Innsbruck unterstützt gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation Círculo Solidario die Menschen in den Randvierteln im Anlegen von Haus- und Gemeinschaftsgärten, die zur Verbesserung der Lebensbedingungen beitragen: Kraut, Tomaten, Kräuter, Gurken, Kürbis und Melanzani – die Gemüsesorten sind vielzählig.

Verloren gegangenes Wissen über Gemüseanbau, gesunde Ernährung, Hausmittel zur Schädlingsbekämpfung und Bio-Dünger wird von Expert_innen weitergegeben und unter den Frauen ausgetauscht.

Vor allem Frauen und Kinder profitieren von dem Projekt, das nicht nur Ernährung sichert und Gesundheit fördert, sondern auch Raum für Bildung und Austausch bietet. „Wir Familien vereinigen uns und arbeiten zusammen, hier sind wir alle gleich und gestalten miteinander eine bessere Zukunft“, meint eine der Gärtnerinnen. Das Projekt unterstützt somit nicht nur die Ernährungssicherheit der Familien, sondern wirkt ganzheitlich und trägt zu einer gesunden Entwicklung von Leib und Seele bei.

Weitere Infos zu Bruder und Schwester in Not - Diözese Innsbruck hier

 

Spendenkonto: AT59 3600 0000 0066 8400
online spenden: www.bsin.at 

 

Datum:
Mittwoch, 25. November 2020 , 19:00-20:30 Uhr

Ort:
Haus der Begegnung, Rennweg 12, 6020 Innsbruck

Kontakt:
Dipl.Ing. Veronika Lamprecht, BA

Beitrag:
freiwillige Spende

Veranstalter:
Haus der Begegnung Bildungshaus der Diözese Innsbruck

Mitveranstalter:
Gemeinsam mit dem Evangelischen Bildungswerk, dem Studiengang „Soziale Arbeit“ am Management Center Innsbruck, Sozial- und Freundeskreis der KAB Tirol, der Caritas der Diözese Innsbruck und dem Haus Marillac