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Kulturkampf, Kopftuch und Islam

Erinnerungen an Kampagnen zur Frauenbefreiung im sowjetischen Mittelasien um 1930

"Kulturkampf im Klassenzimmer" ist (nicht nur) in österreichischen Medien nachgerade zu einem Schlagwort dieser Saison geworden. Nicht zum ersten Mal stellen sich in der Geschichte Probleme, die aus dem Aufeinanderprallen (z.T. sogar radikal-) konservativer Haltungen von MuslimInnen und modernistischer, aufklärerischer Gesellschaftspolitik entstanden sind - etwa in der kemalistischen Türkei nach der Republiksgründung, z.T. auch in Iran, in einer Reihe arabischer Staaten um die Mitte des 20. Jahrhunderts oder im Afghanistan der 1920er Jahre. Auf den ersten Blick besonders radikal waren Kampagnen im sowjetischen Mittelasien der späteren Zwanziger Jahre, die Aufklärung und Befreiung von Frauen von religiösen Zwängen und Eingrenzungen zum Ziel hatten. Diese Zielsetzungen überdauerten die Perioden der Kollektivierung und des "Säuberungsterrors" Stalins, verloren aber zusehends ihre aktivistische Energie. Für unsere heutigen Diskussionen kann es durchaus fruchtbar und interessant sein, sich die damaligen Ereignisse in Erinnerung zu rufen.

Referent: Univ.-Prof. Dr. Bert FRAGNER, Studium der Islamwissenschaft, Turkologie, Arabistik und Iranistik sowie Völkerkunde und Slawistik an der Universität Wien, Präsident der ÖOG; er leitete 2003 bis 2010 als Direktor das Institut für Iranistik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien

Datum:
Mittwoch, 06. Februar 2019, 19:00-21:30 Uhr

Kontakt:
Magdalena MODLER-EL ABDAOUI

Beitrag:
5,00 Euro

Veranstalter:
Haus der Begegnung Bildungshaus der Diözese Innsbruck

Mitveranstalter:
Gemeinsam mit der Österreichischen Orient-Gesellschaft Hammer-Purgstall