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Kulturbrücken und -brüche

Der Mittelmeerraum als Schauplatz transkultureller Identitätsentwicklung

Bildungspartnerschaften 2 

Wie kann Bildung nachhaltig als Prozess verstanden werden? Wie können wir stärker das voneinander Lernen in den Vordergrund rücken? 2019 und 2020 werden im Fachreferat Interreligiöser und Interkultureller Dialog Bildungspartnerschaften aufgebaut und begleitet, die die Zusammenarbeit zwischen jungen Erwachsenen aus verschiedenen Schulen und Studiengängen einerseits und unterschiedlichen Lehrstühlen und Forschungseinrichtungen andererseits ermöglichen. Sie entwickeln gemeinsam Bildungsveranstaltungen – ein Übungsfeld im Aufeinander zugehen und einander zuhören. Im Folgenden präsentieren wir die ersten beiden Ergebnisse und laden Sie herzlich ein, in Dialog zu treten mit den inhaltlichen und methodischen Entscheidungen und der Aufbereitung spannender Themen durch SchülerInnen des Europa-Zweiges im Reithmann Gymnasium, die die sommerliche Sonderausstellung im Schloss Ambras vorbereiten.

Der Mittelmeerraum, die „Mittelmeerroute“ rückte in den letzten Jahren ins Zentrum von Debatten über Flucht und Vertreibung. Auf der einen Seite wird das Meer als Grenze, die trennt gesehen, auf der anderen projizieren sich in seine Überwindung Hoffnungen und Träume Unzähliger. Auch historisch gesehen wurde aus dem „Mare nostrum“ der Römer scheinbar eine Grenze zwischen islamisch und christlich geprägten Kulturräumen: Vom sechzehnten bis zum frühen neunzehnten Jahrhundert war das Mittelmeer Schauplatz der Piraterie durch nordafrikanische Barbareskenkorsaren und europäische Ritterorden wie die Malteser. Dass heute wie damals die monolithisch dargestellte Trennung zwischen dem Hüben und Drüben immer wieder an gelebten Wirklichkeiten vorbei geht und oft einen politisch motivierten und zeitgeschichtlich bedingten Hintergrund hat, drängt sich vor allem dann auf, wenn man sich mit transkulturellen Identitätsentwürfen befasst.
Eine besondere Komponente der Tagung ist die Aufarbeitung der Thematik durch SchülerInnen des Akademischen Gymnasiums. Sie haben sich in Zusammenarbeit mit der Universität im Rahmen des SLAVES-Projekts (Leitung: Prof. Dr. Mario Klarer) mit Piraterie, und Sklavenhandel befasst und Beiträge für die Sonderausstellung im Schloss Ambras (die am selben Abend noch eröffnet wird) gestaltet. Dabei standen die Fragen nach der Aufnahme des kulturell Fremden, nach der Veränderung von Identität durch örtliche Wechsel und dem Festhalten am Alten und der Öffnung für das Neue im Zentrum. In diesem Workshop präsentieren sie ihre Ausstellungsobjekte und ihre Herangehensweisen für Interessierte – ein Vorgeschmack auf die Ausstellung im Schloss und eine Gelegenheit, vielleicht ganz neue Eindrücke und Zugänge zu transreligiösen und transkulturellen Prozessen und Identitäten zu bekommen.  

ReferentInnen:

Prof. Nabil MATAR PhD, Lama SHARIF MA, Mag. Dr. Khalid EL ABDAOUI, Prof. Dr. Erol YILDIZ, Prof. Dr. Gilles RECKINGER, Assoz. Prof.in Gillian WEISS PhD, Mag. Dr. Robert SPINDLER und SchülerInnen des Akademischen Gymnasiums Innsbruck und der HTL Bau und Design Innsbruck.

Leitung: Mag. Dr. Robert SPINDLER, Mag.a Magdalena MODLER-EL ABDAOUI und OStR.in Mag.a Dr.in Claudia RAUCHEGGER-FISCHER

Im Rahmen des Förderprogramms Sparkling Science vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung gefördert. Gefördert vom Vizerektorat für Forschung der Universität Innsbruck, der Österreichischen Forschungsgemeinschaft, dem Dekanat der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät und dem Büro für internationale Beziehungen der Universität Innsbruck.

Datum:
Mittwoch, 19. Juni 2019, 09:00-17:00 Uhr

Ort:
Haus der Begegnung, Rennweg 12, 6020 Innnsbruck

Beitrag:
Eintritt frei

Anmeldung bis:
Anmeldungen noch möglich!

Veranstalter:
Haus der Begegnung Bildungshaus der Diözese Innsbruck

Mitveranstalter:
Gemeinsam mit dem Sparkling Science Projekt SLAVES und dem Institut für Amerikastudien der Universität Innsbruck, sowie SchülerInnen des Akademischen Gymnasiums Innsbruck

Anmelde-E-Mail:
hdb.kurse@dibk.at

Dokument:
A4 Flyer Konferenz Kulturbruecken und Brueche 05.pdf (615 kB)


Anmeldung

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Hinweis: Dies ist keine Buchung, sondern eine Nächtigungsanfrage. Wir werden Sie bezüglich Ihrer Anfrage via Email kontaktieren.


Beitrag:
Eintritt frei