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Dynamic Facilitation

Menschen denken kaum geradlinig. Die Gedanken springen assoziativ hin und her. Die klassischen Moderationsmethoden versuchen, eine lineare Struktur darüber zu legen. Der US-Amerikaner Jim Rough erfand einen anderen Weg der Moderation: Dynamic Facilitation (im Folgenden auch mit DF abgekürzt).

Wo wird Dynamic Facilitation eingesetzt?
Vor allem bei schwierigen und komplexen Themen, dort wo kreative, tragfähige und nachhaltige Lösungen gebraucht werden und wo durch die Art des Vorgehens auch das Vertrauen unter den Betroffenen wachsen soll.
Damit kann sie in politischen, religiösen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Strukturen und im privaten Bereich eingesetzt werden.  

Die Themen, wo DF gezielt eingesetzt wird, sind
• Strategische Problemstellungen
• konfliktäre Themen und potenzielle Konflikte
• Themen, wo noch versteckte Ebenen im Hintergrund liegen
• Fragen, wo (strikte) Werturteile dahinterstehen
• Probleme, an deren Lösbarkeit kaum jemand mehr glaubt
• und natürlich ganz normale Meetings, in denen die Qualität des Dialogs abzunehmen scheint. 

Was zeichnet DF aus?
Ein wesentliches Merkmal von Dynamic Facilitation ist, dass auf eine Kontrolle des Prozesses weitgehend verzichtet wird und die/der BegleiterIn dem Fluss der Spontanität und Kreativität des Geistes, sowie der Energie der Teilnehmer und der Gruppe folgt. Damit gewinnt die Eigendynamik des Dialoges Bedeutung; die Selbstorganisation, das vernetzte Denken und die natürliche Nicht-Linearität lebendiger Systeme werden wirksam. Das kann dann zu Durchbrüchen führen, die vorher niemand erwartet. Im Unterschied zu herkömmlicher Moderation gibt es keine vorgeplanten Schritte und die Teilnehmer werden nicht auf ein einziges Thema ‚festgezurrt‘. Vieles ist deutlich anders als bei einer Moderation, wie sie die meisten von uns kennen. Bei DF geht es um die Balance, mit wirkungsvollen und achtsamen Interventionen unfruchtbare Ping-Pong-Kreisläufe zu unterbinden und gleichzeitig die Qualität des Dialogs auf hohem Niveau zu halten und wirksamen Arbeitsraum zu bieten.  

In einem Dynamic Facilitation Meeting werden keine Entscheidungen auf herkömmliche Weise im Sinne einer Abstimmung getroffen. Eine Entscheidung wird spürbar durch die Änderung der Energie der Gruppe. Dann ‚weiß‘ jede/r, dass ein „Durchbruch“ erreicht wurde und die Entscheidung wird nur noch von der Gruppe bestätigt. Dynamic Facilitation ist die Kernmethode der BürgerInnen-Räte, in der zufällig ausgewählte Personen in eineinhalb Tagen eine gemeinsame (!) Position zu kommunalen oder landesweiten Themen ausarbeiten.

Ziel des eintägigen Praxis-Seminars
Mit diesem Einführungsworkshop sollen Einzelpersonen, Gemeinschaften und Organisationen in ihrer Handlungs- und Konfliktfähigkeit gestärkt werden. Dies geschieht durch Vermittlung des theoretischen Hintergrunds gepaart mit konkreter Praxis. 

ReferentInnen: 

  • Barbara PLANK, Kommunikationstrainerin
  • Rainer KRISMER, Prozessbegleiter in der Gemeindeentwicklung

Beide haben Dynamic Facilitation direkt bei Jim Rough und bei Matthias zur Bonsen kennen und schätzen gelernt. Matthias zur Bonsen war einer der ersten, der die Methode in den deutschsprachigen Raum gebracht hat.

 

Datum:
Freitag, 22. November 2019, 09:00-18:00 Uhr

Ort:
Haus der Begegnung, Rennweg 12, 6020 Innnsbruck

Kontakt:
Mag. Pia Netzer, BA

Beitrag:
99,00 € Kursgebühr

Anmeldung bis:
Freitag, 15.November 2019

Veranstalter:
Haus der Begegnung Bildungshaus der Diözese Innsbruck

Anmelde-E-Mail:
hdb.kurse@dibk.at


Anmeldung

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Beitrag:
99,00 € Kursgebühr