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„Bei der Figur auch kein Wunder ...“

Antifeminismus in den Medien

Vortragsreihe: Angriffe auf die Demokratie. Antifeminismus in Rechtsextremismus und religiösem Fundamentalismus 

Antifeministische Gruppierungen und Publikationen sind kein neues Phänomen. Gerade im Kontext tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandels und wirtschaftlicher Krisen erstarken antifeministische Strömungen immer wieder. Sowohl die vorletzte Jahrhundertwende als auch die Zwischenkriegszeit waren Hochzeiten antifeministischer (und antisemitischer) Strömungen und Schriften. Heute dient die sogenannte Gender-Ideologie den AkteurInnen, die vor allem aus den rechtsextremen, (christlich-)fundamentalistischen und rechtskonservativen Parteien und Bewegungen kommen, als einigendes Code-Wort gegen eine Demokratisierung von Geschlechterverhältnissen. In der Vortragsreihe soll der Frage nachgegangen werden, wie das Phänomen Antifeminismus einzuordnen ist, warum konservative, anti-emanzipatorische Lebensmodelle (wieder) so viel Zuspruch erhalten und wie demokratische Kräfte darauf reagieren sollten.
Die Vorträge setzen sich aus den Fachperspektiven der Theologie, Medien-, Politik- und Sozialwissenschaften zusammen und werden mit einer Abschlussdiskussion mit Vertreter*innen der Universität Innsbruck und der Diözese Innsbruck abgeschlossen 

Hinweis: Da zu Redaktionsschluss die geltenden COVID-Maßnahmen für den 11. November 2020 und 18. Jänner 2021 noch nicht absehbar waren, möchten wir jetzt schon in Aussicht stellen, dass statt einer Präsenzveranstaltung auch die Möglichkeit eines virtuellen Vortrages besteht. Bitte informieren Sie sich zeitnah auf den online-Auftritten der KooperationspartnerInnen

 

 

„Bei der Figur auch kein Wunder ...“
Antifeminismus in den Medien
Vortrag 

Im Titel wird auf den sexistischen Angriff des Extremsportlers Felix Baumgartner gegen die bekannte österreichische Journalistin Corinna Milborn verwiesen, der Teil einer Empörungswelle war, die sich in der Debatte über eine Werbekampagne eines Textilherstellers entzündet hatte. Der Vortrag beleuchtet anhand von Beispielen wie Antifeminismus in verschiedenen Feldern medialer Bedeutungsproduktion wirksam ist. So zeigen Shitstorms, die sich antifeministischer und sexistischer Artikulationen bedienen, wie Journalist*innen zunehmend online zum Ziel antifeministischer Angriffe werden. Wie im Falle von Thilo Sarrazin oder Eva Hermann deutlich wird, werden nach wie vor klassische Medien häufig zur Verbreitung von antifeministischen Thesen genutzt. Unter dem Deckmantel „Man darf ja nichts mehr sagen“ werden Diskursgrenzen verschoben und reaktionäre Positionen artikuliert, mit denen gegen Feminismus und Gender Studies mobilisiert wird. Gleichzeitig zeigen sich etwa im sogenannten „Hashtag-Aktivismus“, durch feministische Blogs und Online-Kampagnen neue Formen von Öffentlichkeiten. So wurde beispielsweise mit Hilfe des Hashtags #metoo über Twitter sexualisierte Gewalt thematisiert und damit eine breite mediale Debatte in Gang gesetzt. Zugleich werden diesen Möglichkeiten enge Grenzen gesetzt werden. Besonders Feministinnen, die z.B. als Bloggerinnen aktiv sind, werden oft bedroht. Den neuen Möglichkeiten für feministischen Aktivismus stehen damit neue Vulnerabilitäten entgegen.

Referentinnen:
Dr.in phil. Ricarda DRÜEKE, Assistenzprofessorin am Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg
Dr.in phil. Elisabeth KLAUS, Universitätsprofessorin am Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg, Leiterin der Abteilung Kommunikationstheorien und Öffentlichkeiten sowie Co-Leiterin des Programmbereichs Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion
Termin: Montag, 18. Jänner 2021, 18 Uhr
Ort: Online Veranstaltung 

 

nächste Veranstaltung in der Reihe: 

Demokratie braucht Geschlechtergerechtigkeit
Vortrag und Podiumsdiskussion 

Referentin: Marlene STREERUWITZ (angefragt), Autorin zahlreicher Romane, Novellen, Essays, Theaterstücke, Hörspiele und Kommentare sowie Regisseurin von Theater- und Hörspielproduktionen. Mit dem zuletzt erschienenen Roman „Flammenwand“ Nominierung für den deutschen sowie den österreichischen Buchpreis, vielfache Auszeichnungen für ihr literarisches Werk, darunter: Bremer Literaturpreis 2012, 2015 Franz-Nabl-Preis der Stadt Graz
Podium wird zeitnah bekanntgegeben 

Termin: voraussichtlich Mittwoch, 3. März 2021, 18 Uhr (Termin angefragt)
Anmeldung: erforderlich bis Dienstag, 2. März 2021
Ort: Haus der Begegnung 

 

 

 

 

 

 

Datum:
Montag, 18. Januar 2021 , 18:00-20:00 Uhr

Ort:
Online Veranstaltung

Kontakt:
Mag. Magdalena Modler-El Abdaoui

Veranstalter:
Haus der Begegnung Bildungshaus der Diözese Innsbruck

Mitveranstalter:
Reihe gemeinsam mit dem Büro für Gleichstellung und Gender Studies (Bereich Gender Studies) der Universität Innsbruck und dem Frauenreferat der Diözese Innsbruck