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Befreiung, Sozialismus, Demokratie – und Islam

Erstaunliche Widersprüche in der neueren Geschichte

Am 15. September 2018 veröffentlichte „Der Standard“ den Essay „Der fatale Umgang der Linken mit dem Islam“ von Samuel Schirmbeck, in dem dieser die derzeitige „linke“ Attitüde scharf kritisiert, alles, was bei uns mit „Islam“ zu tun hat, als entrechtet und geknechtet in Schutz zu nehmen. Aufklärungsfeindliche und intolerante „islamische“ Thesen und Verhaltensweisen lehnt er strikt ab, weist aber auch ausdrücklich auf aufgeklärte islamische Strömungen und Tendenzen hin. In diesem Vortrag werden einige Aspekte dieses Dilemmas historisch vertieft: Frühe und teilweise sehr effektive antikolonialistische und auch soziale Bewegungen sind nicht selten von sogar sehr konservativ erscheinenden religiösen Kräften getragen worden. Immer wieder hat es spannende Kooperationen von aufgeklärten islamischen Denkern und Trägern modernistischer und linker intellektueller und politischer Richtungen gegeben. Eben diesen paradoxen Erscheinungen soll nachgegangen werden.

Referent: Univ.-Prof. Dr. Bert FRAGNER, Studium der Islamwissenschaft, Turkologie, Arabistik und Iranistik sowie Völkerkunde und Slawistik an der Universität Wien, Präsident der ÖOG; er leitete 2003 bis 2010 als Direktor das Institut für Iranistik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien

Datum:
Mittwoch, 12. Juni 2019, 19:00-21:30 Uhr

Ort:
Haus der Begegnung, Rennweg 12, 6020 Innnsbruck

Beitrag:
5,00 € Kursgebühr

Veranstalter:
Haus der Begegnung Bildungshaus der Diözese Innsbruck

Mitveranstalter:
Gemeinsam mit der Österreichischen Orient-Gesellschaft Hammer-Purgstall