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Ankommen: Wie wird man in einer globalisierten Welt nicht einheimisch sondern mehrheimisch?

Wir sind alle mehrheimisch!
 Sesshaftigkeit über mehrere Generationen ist ein Mythos. Mobilitätserfahrungen und die damit verbundene Vielheit hat das Zusammenleben immer geprägt. Dass Menschen gleichzeitig mit und in verschiedenen Kulturen, Loyalitäten und Sprachen immer gelebt haben, ist keine Ausnahme, sondern kulturgeschichtlich eher die Regel. Daher ist das Leben mit Vielheit nicht einfach eine Option, sondern eine historisch gewachsene Normalität.
 Ein Blick in die Lebenspraxis demonstriert recht überzeugend, dass Menschen mehrheimische Zugehörigkeiten haben können, vielfältige, vielschichtige und transkulturelle Lebensentwürfe entwickeln, die über Lokales und Nationales weit hinausgehen und ihren Alltag vor Ort mit der Welt verbinden. So entstehen lokale Zusammenhänge, die neue Horizonte eröffnen, miteinander kombinieren und auf diese Weise neue Räume für Lernprozesse schaffen können.
 In diesem Zusammenhang ist es wichtig, sich nicht nur auf die unterschiedliche Herkunft der Menschen, sondern auch auf die Vielheit der geistigen und kulturellen Horizonte zu beziehen, die in lokalen Kontexten entstehen. Gerade hier zeigen sich die kreativen Potentiale von grenzüberschreitenden und mehrheimischen Biographien. Durch weltweite Verbindungen werden neue Ideen und Kompetenzen entwickelt, soziales und kulturelles Kapital akkumuliert. Es ist unerlässlich, solche Orientierungen als wichtige biographische Ressourcen wahrzunehmen und in die Gestaltung von Bildungsprozessen einfließen zu lassen.
 Abschließend bleibt festzuhalten: Wir sind alle mehrheimisch geworden, wir leben mit Vielheit und wir leben gut damit. Was sind Ihre Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema? Kommen Sie zum offenen Sozialstammtisch und lassen Sie uns an Ihrer Meinung teilhaben. 

 

Datum:
Dienstag, 05. Februar, 19:30-21:00 Uhr

Ort:
Haus der Begegnung, Rennweg 12, 6020 Innsbruck

Beitrag:
freiwillige Spende

Referent/in:
Univ.-Prof. Dr. Erol YILDIZ, Universitätsprofessor am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck

Veranstalter:
Haus der Begegnung Bildungshaus der Diözese Innsbruck