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ABGESAGT Erinnerungsarbeit im jüdischen Museum Hohenems

Gespräch über geteilte Werte in einer (vielstimmigen) Gegenwart

+Die Exkursion muss aus gegebenem Anlass leider abgesagt werden+ 

 

Das jüdische Museum Hohenems ist die zu Tirol wohl am nächsten gelegene jüdische Erinnerungsstätte und befindet sich zudem nahe eines deutschsprachigen Drei-Länderecks. Diese regionale Prägung eröffnet Fragen des europäischen Zusammenseins und wird zum Treffpunkt von drei unterschiedlichen Erinnerungskulturen, die BesucherInnen ins Museum und seine Arbeit mitbringen. Das Museum verfolgt einen sehr gegenwartsbezogenen und zukunftsoffenen Ansatz von Erinnerungsarbeit und hat dementsprechend z.B. ein sehr lebendiges Diasporaprojekt mit der Nachkommenschaft von ursprünglich Hohenemser jüdischen Familien weltweit aufgebaut, es bringt sich aktiv als Teil der Stadtgesellschaft vor Ort ein und thematisiert mit seinem Ausstellungsprogramm immer wieder neu historische und gegenwärtige Blicke, Debatten und Diskurse zu Judentum und jüdischen Themen. Das Museum gibt dabei auch wichtige Impulse und Anregungen mit Blick auf politische Bildung: Wie muss museale Sammlungsgeschichte, wie sollten Geschichtsnarrative und Vermittlungswege in zeitgenössischen Museen reflektiert werden, die sich mit der eigenen Geschichte, dem Umgang mit kollektiven Erinnerungskulturen und dem Geschichtsbild ihrer Umwelt auseinandersetzen müssen? Wie bilden sich gemeinsame Werte heraus, wie kommen wir ins Gespräch darüber und wo stehen wir für sie ein? Wir laden Sie ein, sich der Exkursion anzuschließen, um in ein gemeinsames Nachdenken und Diskutieren zu kommen: Ein Spaziergang im jüdischen Viertel, Dauerausstellung und Sonderausstellung „Die letzten Europäer. Jüdische Perspektiven auf die Krisen einer Idee. Die Familie Brunner. Ein Nachlass“, der jüdische Friedhof und persönliche Gespräche mit dem Direktor des Hauses sowie der Leiterin der Vermittlungsarbeit werden unsere Stationen des gemeinsamen Lernens.

ReferentInnen: 

  • Dr. Mag. Hanno LOEWY, Direktor des jüdischen Museums Hohenems
  • MMag.a Angelika PURIN, Leiterin der Vermittlungsabteilung
  • Prof. Dr. Roman SIEBENROCK, Systematische Theologie, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, Sprecher des Lokalkomittees für jüdisch-christliche Zusammenarbeit Tirol

  

 

Datum:
Montag, 02. November 2020 , 08:00-18:00 Uhr

Ort:
Haus der Begegnung, Rennweg 12, 6020 Innsbruck

Kontakt:
Mag. Magdalena Modler-El Abdaoui

Beitrag:
EUR 70,- Erwachsene; EUR 60,- SeniorInnen; EUR 50,- Studierende; inkludiert ist Hin- und Rückfahrt sowie das gesamte Tagesprogramm

Anmeldung bis:
keine Anmeldung mehr möglich

Veranstalter:
Haus der Begegnung Bildungshaus der Diözese Innsbruck

Mitveranstalter:
Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „(Neuer) Antisemitismus“, gemeinsam mit der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Edith Stein und dem Komitee für jüdisch-christliche Zusammenarbeit Tirol

Anmelde-E-Mail:
hdb.kurse@dibk.at

Zielgruppen / Voraussetzung:

Interessierte, Studierende der (Lehramts-)Fächer Geschichte, Theologie, europäische Ethnologie u.a., Interessierte am jüdisch-christlichen Dialog

Foto: (c) Dietmar Walser, 2010

Das jüdische Museum in Hohenems

Veranstaltungreihe: (Neuer) Antisemitismus

Die Exkursion nach Hohenems ist Teil der Veranstaltungsreihe "(Neuer) Antisemitismus":

Wer hätte es vor einigen Jahren für möglich gehalten? Doch wir müssen leider feststellen: Antisemitische Handlungen und Äußerungen sind in vielen gesellschaftlichen Bereichen wieder festzustellen, ja teilweise Normalität geworden. Auch die Schule macht davon keine Ausnahmen – im Gegenteil, auf Schulhöfen und in Pausengesprächen sind antisemitische Redewendungen und Beschimpfungen durchaus an der Tagesordnung. Wir wollen uns dem Thema in verschiedenen Veranstaltungen und Formaten nähern: Was bedeutet „Antisemitismus“ heute? Welche Gegenwartsformen finden sich in unserer Gesellschaft? Wo liegen die Wurzeln und wie zeigen sich aktuelle Formen eines christlich motivierten Antisemitismus? Wie können wir persönlich damit umgehen und sie im Klassenzimmer adressieren?

 

ReferentInnen:      

  • Dr. Mag. Hanno LOEWY, Direktor des Jüdischen Museums Hohenems
  • Dr. Meron MENDEL, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank / Zentrum für politische Bildung und Beratung, Hessen
  • MMag.a Angelika PURIN, Leiterin der Vermittlungsabteilung des Jüdischen Museums Hohenems
  • Prof. Dr. Roman SIEBENROCK, Systematische Theologie, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, Sprecher des Lokalkomittees für jüdisch-christliche Zusammenarbeit Tirol
  • Ass.-Prof. Noam ZADOFF BA MA PhD, Universitätsassistent PostDoc am Institut für Zeitgeschichte, Universität Innsbruck (angefragt)

 

Gemeinsam mit dem Lokalkomitee für jüdisch-christliche Zusammenarbeit Tirol

 

Weitere Termine: die Reihe startet im Oktober 2020, zu Redaktionsschluss stand das genaue Programm noch nicht fest. Sie finden die Termine auf unserer Homepage, sobald mehr bekannt ist. (Stand 7.8.2020)