Rene Borbonus: Respekt

Respektvoller und wertschätzender Umgang ist besonders in unseren zahlengetriebenen Wirtschaftsunternehmen ein Thema, das immer wieder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eingefordert wird. Ein Schlüssel dafür ist unsere Kommunikation. Rene Borbonus ist ein sehr erfolgreicher Kommunikationstrainer, der es versteht, Rhetorik und Respekt miteinander zu verbinden. Machen Sie sich selbst ein Bild

https://www.youtube.com/watch?v=9869CcKULwo 

 

Der Buchtipp wurde ausgewählt von Manfred Meyer.

Gilles Reckinger: „Lampedusa. Begegnungen am Rande Europas“

2015 in dritter Auflage erschienen in der Edition Trickster im Peter Hammer Verlag

„Begegnungen am Rande Europas“, so lautet der Untertitel des Buches, das Gilles Reckinger als Ergebnis seiner Feldforschungsaufenthalte auf der italienischen Insel Lampedusa veröffentlichte. Zwischen Herbst 2008 und Herbst 2011 unternahm er mit einer Videokünstlerin und einer weiteren Ethnologin mehrere Forschungsreisen zu dieser von medialen Bildern und Diskursen, Sehnsüchten von MigrantInnen nach einem sicheren europäischen Hafen, von Tourismus und Fischerei umrankten und geprägten Insel. Das Buch liest sich in seiner ethnographischen Herangehensweise gut in kleinen Stücken und Abschnitten. Es fächert ein Spektrum auf, das sich zwischen Lokal- und EU-Politik bewegt, zwischen Bar- und Bootgesprächen mit Einheimischen, zwischen Reflexionen zu internationalen Migrationsbewegungen und biographischen Notizen zu jenen, die diese jeden Tag vor der eigenen Haustüre erleben. Beziehungsweise um sie wissen und teilweise wenig davon miterleben, da angekommene, über das Meer Geflüchtete mit viel Aufwand und militärischer/polizeilicher Präsenz abgeschirmt werden in Aufnahmezentren. Aber eben nur teilweise: immer wieder kehrt das Buch in den Kurzportraits einzelner „lampedusani“, den EinwohnerInnen der Insel, zurück zu einer Begebenheit 2009, die ein wichtiger Referenzpunkt für viele Einheimische und insgesamt den Umgang mit dem Fluchtphänomen vor Ort zu sein scheint. Eine Demonstration, bei der sich Einheimische mit MigrantInnen solidarisierten und gemeinsam für Menschenrechte und demokratische Freiheiten protestierten.

„Zu keinem Zeitpunkt demonstrierten die lampedusani gegen die Flüchtlinge, sondern allein gegen die Entscheidung der Regierung, sie nicht nur wie bisher mit der Bewältigung des Flüchtlingsphänomens allein zu lassen, sondern die Insel zu einem ‚Gefängnis unter freiem Himmel‘ zu machen“ (Reckinger 2015³, S. 20).

 

Reckinger stellt in seinen kurzen Kapiteln viele einzelne BewohnerInnen der Insel vor, ihre Geschichte(n), ihre Gedanken, Sorgen und Freuden, ihre Tätigkeiten und politischen Positionen. Er nimmt uns mit in den Sog seiner Feldforschung, seiner teilnehmenden Beobachtung und beobachtenden Teilnahme, die uns Schritt für Schritt ein Inselleben erahnen lässt, das in keinem der vielen Bilder, mit denen unser kollektives zentraleuropäisches Gedächtnis geimpft wurde, wirklich vorkommt. Eine vielleicht rational vorhandene Erkenntnis wandelt sich im Lesen in Gewissheit: JedeR dieser Ankommenden und jedeR der Einwohner der Insel oder der dort Stationierten oder dort Durchreisenden und Berichterstattenden hat eine eigene biographische Herkunft in diesem Treffpunkt „X“ zum Zeitpunkt seiner literarischen Momentaufnahme und jedeR trägt seine Würde wie auch seine/ihre Interessen in sich. Und das ist es, was uns doch so oft abhandenkommt, wenn wir dieser Tage wieder mit Bildern geimpft werden - von anderen Inselsituationen und anderen Rändern Europas, derzeit sind es meist Lesbos, Samos oder andere Teile der griechischen Grenze, es könnte Gibraltar oder eine spanische Enklave in Marokko sein.

Das Buch erinnert uns, dass im Zentrum allen Umgehens aus der Ferne eine reflektierte Haltung mit diesen Bildern NOT tut. Dass uns die selbstverständliche Wahrnehmung der Vielschichtigkeit im eigenen Umfeld und Leben der mindeste Hinweis darauf sein kann, dass auch im Dort, im Weit-Weg Vielschichtigkeit einen Zeitpunkt „Y“ und die in ihm Zusammentreffenden beschreiben MUSS. Dass Humanität das sein muss, was unsere Wahrnehmung derer, die tatsächlich vor Ort leben, handeln und zusammenkommen, prägt. Dass der Blick eines Ethnographen uns eine Orientierung sein kann: mit zugewandter und interessierter Haltung (An-)teil nehmen und doch immer wieder bewusst zu beobachten, sich nicht instrumentalisieren lassen von Diskursen, auch immer wieder Distanz suchen, um die Haltung zu überprüfen und die Eindrücke zu sortieren. Die Ränder Europas erinnern uns – manchmal schmerzhaft -, dass wir alle eine Verantwortung haben, Europa zu sein und zu gestalten… und einzufordern, dass Humanität ein wichtiger Bestandteil des europäischen Friedensprojektes war und bleiben soll.

In Reckingers Essay zur Haltung einer engagierten Wissenschaft, den Sie ebenfalls auf unserer Homepage lesen können, wird deutlich, dass wir alle aus unserer je eigenen Position aufgerufen sind, unseren Beitrag zu einer aufgeklärten und miteinander engagierten Zivilgesellschaft leisten können: ob wir nun WissenschaftlerInnen, BäckerInnen, TherapeutInnen, BäuerInnen, Pflegepersonal oder Polizeibeamte sind – engagiert im Sinne der gemeinsamen Basis von Demokratie und Humanität können (und müssen) wir alle und am besten gemeinsam sein!

Merken Sie sich daher schon jetzt den neuen Termin unserer Tagung „Bündnisse als dritter Weg“, die am 23.4.2020 wegen der COVID-19-Pandemie nicht stattfinden konnte (Gilles Reckinger wäre unser „Impuls-zum-Aufbruch“-Referent gewesen) – wir haben verschoben auf den 9. März 2021, please save the date!

 

Diesen Beitrag verfasste für Sie Mag.a Magdalena Modler-El Abdaoui / Fachreferentin für interreligiösen und interkulturellen Dialog im Haus der Begegnung.

Matthew Johnstone: Den Geist beruhigen

„Innerhalb von 24 Stunden können wir bis zu 70.000 Gedanken verarbeiten, und das geht auch dann weiter, wenn wir schlafen. Jeder Tag hat 86.400 Sekunden, das heißt, alle 1,2 Sekunden denken wir einen neuen Gedanken, also zwei Gedanken pro Herzschlag. Das Gehirn hält einfach nie die Klappe!“, so bringt Matthew Johnstone auf den Punkt, warum es wichtig ist, eine Möglichkeit zu finden, um seinen Geist zu beruhigen. Meditieren ist eine davon: erwiesenermaßen wirksam und kostenlos, Johnstone „[...] und alles, was Sie tun müssen, ist NICHTS.“

Das kleine, handliche und überaus humor- und kunstvoll gestaltete Büchlein von Matthew Johnstone, beschreibt in Bildern, wie Meditation wirkt, und wie man sie ganz einfach anwenden kann. Eine wertvolle Alltagsbegleitung für alle, die sich Gedanken darüber machen, wie sie Ihre Gedanken Gedanken sein lassen können und sich damit etwas Gutes tun.

(Matthew Johnstone (2012): Den Geist beruhigen. Eine illustrierte Einführung in die Meditation. Aus dem Englischen von Ulrike Becker. München: Verlag Antje Kunstmann)

Der Buchtipp wurde ausgewählt von Mirjam Müller

Foto vom Buchcover: Mirjam Müller

HÖRtipp: Echos der Vielfalt

MusikerInnen aus aller Welt in Tirol

Klang und Stille, Rhythmus, Bewegung – innerliche oder physisch umgesetzte – sind für uns alle eine wichtige Facette von Leben und Kommunikation in die Welt hinein, mögliche Wege, miteinander in Kontakt zu treten und in einen Ausdruck zu finden. Die Konzert-Reihe „Echos der Vielfalt“ ist entstanden aus einem Feldforschungsprojekt, das am Mozarteum von unserem Konzertmaître und Kooperationspartner Prof. Thomas Nußbaumer initiiert wurde und mit Studierenden bereits 2004 durchgeführt wurde. Ergebnis war eine Menge an Interview- und Musikmaterial, das den Reichtum an MusikerInnen und ihren Klangwelten in Tirol verdeutlichte – MusikerInnen, die mit anderen Herkünften auch ganz unterschiedliche Musiktraditionen, Kompositions- und Performance-Erfahrungen mitgebracht haben. Diese Einflüsse, die sich mittlerweile in einzelnen Projekten miteinander vermischen und ins musikalische Gespräch finden, stehen auch sinnbildlich dafür, welche mannigfaltigen Hörerlebnisse mittlerweile in Schulklassen aufeinandertreffen und sich mit den traditionellen Tiroler Klängen zusammenfinden. In einem Pilotkonzert für Kinder und Familien haben wir diese Vielfalt 2019 auch für die Kleinen hörbar gemacht. Anfang Juni 2020 hätte das nächste Konzert für „die Großen“, wie gewohnt im Treibhaus stattgefunden – leider fällt auch dieses unter den gegebenen Umständen natürlich aus und es wird ein nächstes geben. Wem dies nicht genügt, kann bis dahin dennoch einige der MusikerInnen und ihre Instrumente, Kunst und Geschichte kennen lernen! Ein weiterer Kooperationspartner ist die Initiative Minderheiten Tirol, für die Michael Haupt eine Sendereihe „MusikerInnen aus aller Welt in Tirol“ erarbeitet hat – hören Sie rein, es erwarten sie viele interessante Menschen, tolle Musikbeiträge und (vielleicht) unbekannte Facetten der Tiroler kulturellen Vielfalt!

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Weiterführende Links:  

Zu den Portraits der MusikerInnen:

https://cba.fro.at/series/musikerinnen-aus-aller-welt-in-tirol, zuletzt abgerufen am 8.5.2020

zur Entstehung der „Echos der Vielfalt“

https://cba.fro.at/312505, zuletzt abgerufen am 8.5.2020

zur eigenen Website der Echos der Vielfalt:

http://www.echos.at/, zuletzt abgerufen am 8.5.2020

 

Dieser Beitrag wurde für Sie bereit gestellt von Mag. Magdalena Modler-El Abdaoui

Kirche – was ist ihre Zukunft?

Videotipp Christian Bauer

Der Begriff der „Praktischen Theologie“ klingt ein Widerspruch in sich, denn wissenschaftliche Theologie und gelebte Praxis scheinen heutzutage weiter voneinander entfernt denn je. Nicht jedoch für Prof. Dr. Christian Bauer. Der Leiter des Instituts für praktische Theologie stellt sich den Fragen des Alltags und zeigt Gedanken auf, welche Theologie und Praxis wieder ein Stück zusammenrücken lassen. Eines seiner Videos dazu möchten wir Ihnen hier präsentieren.

https://www.youtube.com/watch?v=-KopMWbOVz8 

 

Der Beitrag wurde ausgewählt von Manfred Meyer.

 

 

Papst Franziskus: Enzyklika „Laudato Si‘ – Über die Sorge für das gemeinsame Haus“

Papst Franziskus veröffentlichte am 24. Mai 2015 die Enzyklika „Laudato Si‘ – Über die Sorge für das gemeinsame Haus“ und am 18. Juni 2015 wurde dieser Meilenstein vorgestellt. „Die Umwelt ist ein kollektives Gut, ein Erbe der gesamten Menschheit und eine Verantwortung für alle." (LS 95) Papst Franziskus ruft angesichts der ökologischen und sozialen Krise zur Umkehr auf, um globale Umweltzerstörungen und den Klimawandel zu stoppen. Die Weltgemeinschaft fordert er zu einem fundamentalen Umdenken auf und jede/n zu einem nachhaltigen Lebensstil.  Gerade auch innerkirchlich bewegte die Enzyklika viel: Die österreichischen Bischöfe beschlossen als Beitrag zur in Laudato Si‘ geforderten „ökologischen Umkehr“ im November 2015 ambitionierte Umweltziele und hielten fest, dass es nachhaltige Leitlinien, eine Energiewende und eine öko-soziale Beschaffungsordnung in allen österreichischen Diözesen geben soll. In unserer Diözese wurde am 24. Mai 2018 die Nachhaltigkeitsstrategie vorgestellt – gleichzeitig mit dem Beitritt der Diözese zum Klimabündnis.  

Die Enzyklika finden Sie hier.

Weiterführende Links, eine Zusammenfassung zentraler Passagen sowei Lese- und Reflexionsvorschläge finden Sie hier auf der Seite der Umweltbeauftragten der Katholischen und Evangelischen Kirche Österreichs.

 

Dieser Beitrag wurde ausgewählt von Daniela Soier.

 

Berbner, Bastian: 180 GRAD Geschichten gegen den Hass

Berbner, Bastian

180 GRAD

Geschichten gegen den Hass

Egon Erwin Kisch-Preis für die beste Reportage 2019

 

Tiefe Risse durchziehen Deutschland, Europa und die Welt. Grabenkämpfe zwischen Links und Rechts, Arm und Reich, zwischen den Geschlechtern oder Jung und Alt - die Polarisierung der Gesellschaft schreitet unaufhaltsam voran. Und wir stehen daneben: unsicher, verängstigt und vor allem ratlos. Ist eine 180-Grad-Wende noch möglich?
Bastian Berbner lernte im Gespräch mit Wissenschaftlern, dass man Hass und Vorurteile überwinden kann...  - zumindest theoretisch. Er begab sich also im echten Leben auf die Suche nach Menschen, denen genau das gelungen ist. Dabei merkte er: Davon gibt es mehr, als wir denken. Nur schaut kaum jemand hin. Dieses Buch tut das. Es erzählt die Geschichten von erfolgreichen Begegnungen. Wir reisen mit Berbner in ein irisches Dorf, in eine dänische Polizeistation, in botswanische Schulen oder in eine Hamburger Reihenhaussiedlung. Wir treffen Nazis und Islamisten und jene, die sie bekämpfen. Dabei tauchen wir ein in ein sozialpsychologisches Experiment, das uns die Welt mit anderen Augen sehen lässt, und erfahren, was wir tun können gegen eine der großen Krisen unserer Zeit.    

https://www.chbeck.de/berbner-180-grad/product/27951440 

 

Der Beitrag wurde ausgewählt von Veronika Lamprecht

„Rezepte für Jung und Alt. Recipes for the Young and the Old”

Gerade jetzt ist vielleicht eine Zeit, wieder bewusster zum Essen als (Kern-)Familie zusammenzukommen, wieder mehr Gelegenheit zum Kochen zu haben und im Abstand-Halten von Freunden und der weiteren Familie - vor allem von Älteren - zu merken, was wir dann auch vermissen: Das, was die Oma halt am Besten kocht von allen Menschen auf der Welt. Das ganz bestimmte Gericht, das wir IMMER an Ostern essen, wenn wir alle beisammen sind. Der Geruch, der durchs Haus vom (Groß-)Onkel und der (Groß-)Tante weht, wenn der Apfelstrudel fertig ist und einfach wirklich noch zu heiß ist zum gleich jetzt sofort essen. Den alle Nichten und Neffen gleich gern mögen wie früher, auch wenn sie jetzt alle schon Mitte vierzig sind, aber es riecht noch genau wie damals…als sie alle Kinder waren…

Wie sehr uns Gerüche und Gerichte in einer Sekunde in eine Situation, an einen Ort, in ein Gefühl versetzen können. Wie glücklich wir uns schätzen können, wenn wir den Luxus haben, Verschiedenes zubereiten und genießen zu können. Wie froh wir sein können, keinen Hunger zu leiden. Wie sehr wir bewundern, wie manche Frauen und Männer die Kunst beherrschen, aus sehr wenig - vielleicht sehr bescheidenen und möglichst günstigen Zutaten - eine wunderbare Speise zu bereiten, die uns den Magen und die Seele wärmt.

Jede*r kennt diese Momente, diese Bilder im Kopf und die Geschmäcker auf der Zunge. Das Weltkulturenmuseum in Frankfurt/Main hat begleitend zu einer der vergangenen Ausstellungen („Grey is the new pink – Momentaufnahmen des Alterns“) ein Kochbuch veröffentlicht mit Rezepten, die BesucherInnen über die Ausstellungsmonate hinweg dort aufgeschrieben haben: In verschiedenen Sprachen, immer mit selber gemalten Symbolen, damit alle die Rezepte verstehen, manchmal mit rührenden Hinweisen, wer dieses oder jenes überliefert oder „immer gekocht“ hat. Lassen Sie sich inspirieren, vielleicht kennen Sie ja jemanden, der eine der Sprachen spricht und trotz Zeichenlegende noch mehr Klarheit in ein Rezept bringen kann, oder starten Sie Ihr eigenes Familienkochbuch: auch die Kleinen können schon Zutaten malen und sie der Oma als Wunschzettel/Sehnsuchtskompliment schicken. Vielleicht wäre es toll, einige der Rezepte gerade jetzt in dieser Zeit zu teilen und zu bewahren, synchron an unterschiedlichen Herden zu kochen und dann gleichzeitig zu essen. Vielleicht bietet es einen Anlass, mal die Oma oder die Nachbarn zu fragen, welche Gerüche und Geschmäcker sie eigentlich aus ihrer Kindheit erinnern? Ob sie immer was zu essen hatten? Vielleicht ist es ein Anlass als Familie oder in der Nachbarschaft über ganz grundlegende Erinnerungen, Erlebnisse und Empfindungen rund ums Essen im Gespräch zu bleiben oder daheim ins gemeinsame Kochen zu finden. Jedenfalls aber: Trotz Abstand einander zu umsorgen mit Nähe und Seelennahrung! In diesem Sinne gesegnete Ma(hl)-Zeiten!

Kochbuch zum Download auf: https://www.weltkulturenmuseum.de/de/museum/aktuell/?aktuell=das-offizielle-kochbuch-zur-ausstellung-grey-is-the-new-pink , zuletzt abgerufen am 16.04.2020

 

Ausstellungskatalog: https://www.weltkulturenmuseum.de/de/publikationen/?publikation=grey-is-the-new-pink-momentaufnahmen-des-alterns, zuletzt abgerufen am 16.04.2020

 

Dieser Beitrag wurde für Sie zusammengestellt von Magdalena Modler-El Abdaoui.

Rutger Bregman: Im Grunde gut - Eine neue Geschichte der Menschheit

Der Historiker und Journalist Rutger Bregman setzt sich in seinem neuen Buch mit dem Wesen des Menschen auseinander. Anders als in der westlichen Denktradition angenommen ist der Mensch seinen Thesen nach nicht böse, sondern im Gegenteil: von Grund auf gut. Und geht man von dieser Prämisse aus, ist es möglich, die Welt und den Menschen in ihr komplett neu und grundoptimistisch zu denken. In seinem mitreißend geschriebenen, überzeugenden Buch präsentiert Bregman Ideen für die Verbesserung der Welt. Sie sind innovativ und mutig und stimmen vor allem hoffnungsfroh.

 

Dieser Beitrag wurde von Christine Norden, Fachreferat Gesellschaftspolitik und Ethik, für Sie ausgewählt.

  

Frauen machen Kirche

„Warum halten viele Theologinnen im Kirchendienst und katholische Christinnen im Ehrenamt ihrer Kirche nach wie vor die Treue? Warum liegt ihnen die Kirche - trotz aller kritischen Auseinandersetzung - am Herzen? Was finden sie dort, was möchten sie nicht verlieren? Was motiviert sie zum Einsatz für das Reich Gottes, für eine gerechte Welt für alle? 80 Frauen unterschiedlicher Generationen und Berufsgruppen, von Österreich bis Belgien, von der Schweiz bis Südtirol, geben Auskunft über ihr Ringen und ihr Engagement. Ihre inspirierenden Gedanken können alle Frauen und Männer ermutigen, die ebenfalls einen Wandel der katholischen Kirche ersehnen. Ergreifende Glaubenszeugnisse, klare Analysen, zornige Ausbrüche, starke Visionen.“ (Klappentext des Buches, https://shop.verlagsgruppe-patmos.de/frauen-machen-kirche011217.html  )

Hören Sie selbst!

zur Leseprobe von Alexandra Bauer  

 

Dieser Beitrag wurde von Christine Norden, Fachreferat Gesellschaftspolitik und Ethik, für Sie ausgewählt.

 

Bildquelle: https://shop.verlagsgruppe-patmos.de/frauen-machen-kirche-011217.html

[abgerufen, am 4.5.2020, 11:17 Uhr]

Kirche in Zeiten der Coronakrise

Was bis vor kurzem denkunmöglich war, ist derzeit Realität: Gottesdienste sind ausgesetzt, die Erstkommunion verschoben, Pfarrbüros geschlossen, Treffen in den Pfarren abgesagt. Vielleicht ist gerade in so einer ungewöhnlichen Zeit eine frische Anregung gut: Theologie am Andersort.

Theologie am Andersort – das meint eine explorative Theologie, die ihren angestammten Ort am Schreibtisch, im Hörsaal und Seminarraum verlässt und sich auf den Weg macht: hinaus auf die Straße, hinein ins „wirkliche“ Leben.

Begleiten Sie den Theologen Christian Bauer in die Einbahnstraße, die keine ist. https://www.youtube.com/watch?v=GXmUYLbMQm4  

Neugierig geworden? Dann werfen Sie mit Christian Bauer einen Blick in die Zukunft: Hat die Kirche eine Zukunft? https://www.youtube.com/watch?v=-KopMWbOVz8  

 

Der Tipp kommt diesmal von Christine Norden

Paul Horn: Über die Grenzen

Wien – Teheran – Damaskus – Kabul: Drei junge Männer auf ihrem Weg in die Freiheit

"Wien im Sommer 2015. Nach dem Uniabschluss begibt sich Paul mit zwei Freunden per Rad auf die Reise seines Lebens. Das Ziel: Teheran. In drei Monaten wollen sie die 5.000 km bis in den Iran schaffen. Ihr Weg wird zu einem ausgelassenen Abenteuer voller Improvisation, Missgeschicke, spannender Begegnungen, Flirts und Erkenntnissen über andere Länder, fremde Menschen und deren Kulturen. Devise: in den Tag hineinleben, nehmen, was kommt, reisen ohne Angst. Zur gleichen Zeit brechen Malek aus Afghanistan und Filip aus Syrien ebenfalls zu einer Reise auf. Das Ziel: Sicherheit. Krieg, der IS und schiere Verzweiflung zwingen sie, ihre Heimat und Familie zu verlassen. Sie wollen ihr Leben retten, müssen sich
Schleppern anvertrauen, geraten erneut in Lebensgefahr, überqueren Gebirgszüge und das Mittelmeer. Auf ihrer Flucht sind sie nirgends erwünscht. Devise: nie stehenbleiben, nie zurücksehen, immer weiter ins Ungewisse. In harten Schnitten erzählt Franz Paul Horn die Geschichten dreier junger Männer. Unbeschwert und abenteuersehnsüchtig der eine, gehetzt und ohne Sicherheit die beiden anderen. Sie reisen aufeinander zu, passieren zur selben Zeit die gleichen Orte, doch ihre Erfahrungen könnten unterschiedlicher nicht sein. Als sich in Österreich ihre Wege kreuzen, erkennen sie: Am Ende sind sie alle einfach nur junge Männer, die leben wollen." Mehr über den Autor und das Buch finden Sie im Download. 

 

Der Buchtipp der Woche wurde ausgewählt von Bernd Zeidler

Piketty, Thomas: Kapital und Ideologie

"Mit dem Weltbestseller 'Das Kapital im 21.Jahrhundert' hat Thomas Piketty eines der wichtigsten Bücher unserer Zeit geschrieben. Jetzt legt er mit einem gewaltigen Werk nach: Kapital und Ideologie ist eine so noch niemals geschriebene Globalgeschichte der sozialen Ungleichheit und ihrer Ursachen, eine unnachsichtige Kritik der zeitgenössischen Politik und zugleich der kühne Entwurf eines neuen und gerechteren ökonomischen Systems.

Nichts steht geschrieben: Der Kapitalismus ist kein Naturgesetz. Märkte, Profite und Kapital sind von Menschen gemacht. Wie sie funktionieren, hängt von unseren Entscheidungen ab. Das ist der zentrale Gedanke des neuen Buches von Thomas Piketty. Der berühmte Ökonom erforscht darin die Entwicklungen des letzten Jahrtausends, die zu Sklaverei, Leibeigenschaft, Kolonialismus, Kommunismus, Sozialdemokratie und Hyperkapitalismus geführt und das Leben von Milliarden Menschen geformt haben. Seine welthistorische Bestandsaufnahme führt uns weit über Europa und den Westen hinaus bis nach Asien und Afrika und betrachtet die globalen Ungleichheitsregime mit all ihren ganz unterschiedlichen Ursachen und Folgen. Doch diese eindrucksvolle Analyse ist für Thomas Piketty kein Selbstzweck. Er führt uns mit seinen weitreichenden Einsichten und Erkenntnissen hinein in die Krise der Gegenwart. Wenn wir die ökonomischen und politischen Ursachen der Ungleichheit verstanden haben, so Piketty, dann können wir die notwendigen Schritte für eine gerechtere und zukunftsfähige Welt konkret benennen und angehen. Kapital und Ideologie ist das geniale Werk eines der wichtigsten Denker unserer Zeit, eines der Bücher, die unsere Zeit braucht. Es hilft uns nicht nur, die Welt von heute zu verstehen, sondern sie zu verändern."(1)

(1) 6.4.2020, 13.30 Uhr) https://www.chbeck.de/piketty-kapital-ideologie/product/29712172 

 

Kurzvideo mit Autor (untertitelt): https://www.youtube.com/watch?v=mxtNSf2Ii1U 

 

AK Wien, Buchanalyse: https://www.youtube.com/watch?v=aWM6eFmawg8

 

Dieser Beitrag wurde für Sie von Veronika Lamprecht zusammengestellt